Fliegergemeinschaft Hangelar

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Hangelarer Segelflieger blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2012 zurück

Von der Öffentlichkeit meist unbemerkt betreiben Segelflieger an Flugplatz in Hangelar ihren nahezu lautlosen Sport. Zählt man alle erflogenen Kilometer zusammen, umrundeten sie im letzten Jahr fast 3 Mal den Erdball und das nur mit der Kraft der Sonne.

Ihr Heimatflugplatz ist ein interessanter Ausgangspunkt für Streckenflüge zu den thermisch günstigen Gebieten wie Eifel, Hunsrück, Taunus, Westerwald und Sauerland. Bei guten Wetterlagen sind Flüge südlich um die große Kontrollzone Frankfurt herum machbar, so das es über das Saarland in die Pfalz, über den Odenwald zur Rhön und über den Thüringer Wald bis ins Weserbergland gehen kann. Die meisten Flüge führen allerdings über die Eifel, zum Moseltal, über den Rhein in Richtung hessisches Bergland und ins südliche Sauerland.

Die in Hangelar beheimateten Segelflugvereine Aero-Club Bonn-Hangelar und der Luftsportverein Bonn Rhein-Sieg kommen zusammen auf rund 500 aktive und passive Mitglieder. Viele Piloten beteiligen sich an zentralen und dezentralen Wettbewerben und erreichen dort beeindruckende Ergebnisse. Hangelar ist Landesleistungsstützpunkt für den Segelflug.

Im Jahr 2012 meldeten 55 Piloten 546 Streckenflüge zur Teilnahme an der dezentralen Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) an eine zentrale Datenbank. Dabei zählen auch Flüge, die nicht in Hangelar beginnen oder enden. Die Flüge werden über ein Jahr hinweg gesammelt und ausgewertet und erst am Ende der Saison steht das Ergebnis fest. Gewertet wird nach verschiedenen Disziplinen (z.B. Junioren, Einzel-, Mannschafts- und Vereinswertung), in verschieden Klassen (z.B. Club- Standard-, Renn-, 18m- und Offene Klasse) und nach verschiedenen Gebieten (Bundesland, Deutschland, Europa, Weltweit).

Die Junioren Michael Otzipka (LSV Bonn-Rhein-Sieg) und Björn Gintzel (Aeroclub Bonn-Hangelar) erreichten in der Einzelwertung in NRW jeweils den 5. Platz in ihrer Klasse (Standard und Club). In der Mannschaftswertung der Offenen Klasse / 18 m - Klasse erreichten Jahn Loth, Carl-Hubertus Schönherr und Sven Weiland mit 2453 Punkten ebenfalls den 5. Platz in NRW. In der Mannschaftswertung der Standardklasse erreichten Björn Gintzel, Dirk Gintzel und Jens Kühne den 4. Platz in NRW.

Zusammen erflogen die Piloten des Aeroclub Bonn-Hangelar nach DMSt-Regeln eine Strecke von 122.832 km und die Piloten des LSV Bonn-Rhein-Sieg 23.987 km. In der Vereinswertung der DMSt belegte der Aeroclub damit Platz 2 in der NRW-Wertung. Der LSV erreichte hier Platz 26 von 119 Vereinen, die insgesamt für NRW gestartet sind. In der Deutschlandwertung reichte der Aeroclub Bonn-Hangelar Platz 8 von über 630 Vereinen.

Die weiteste Strecke ab Bonn-Hangelar flog am 13. Mai 2012 Sven Weiland mit einer ASG-29e. Er legte insgesamt 943 Kilometern mit einem Schnitt von 103 Km/h zurück. Am gleichen Tag umflogen Dirk Gintzel mit einer LS-8 und sein Sohn Björn mit einem Discus 2 ein angemeldetes Dreieck mit über 608 Kilometern. Im Team unterwegs waren auch Jahn Loth und Michael Meyn. Beide legten mit unterschiedlichen Flugzeugen der 18m-Klasse mehr als 810 km zurück. Insgesamt wurden an diesem ausgezeichneten Tag allein 18 Flüge für Bonn Hangelar gemeldet.

Aber auch auf zentralen Wettbewerben und Meisterschaften zeigten beide Vereine was sportlich in ihnen steckt. Christoph Matkowski (Aeroclub Bonn-Hangelar) belegte auf der Segelflugweltmeisterschaft in Uvalde / Texas in der 18m - Klasse mit einer ASG-29 den 11. Platz nach 13 extrem schnellen Wertungsflügen. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten lagen weit über 140 Km/Std.

Björn Gintzel (Aeroclub Bonn-Hangelar) erreichte auf der Deutschen Meisterschaft der Junioren in Stölln-Rhinow auf einer vereinseigenen LS-8 in der Standardklasse Platz 23. Auf dem gleichen Wettbewerb errang Michael Otzipka (LSV Bonn-Rhein-Sieg) in der Clubklasse Platz 20 von 39 Teilnehmern auf seinem Standard Cirrus MO.

Im Jahr 2012 standen auch die Qualifikationswettbewerbe für die zentralen Deutschen Segelflug-Meisterschaften in 2013 an. Insgesamt konnten sich sechs Piloten aus Hangelar qualifizieren.

Beide Vereine hoffen auf eine mindestens ebenso erfolgreiche Saison 2013, insbesondere aber auf gutes Abschneiden bei den diesjährigen Meisterschaften. Vielleicht rückt aber auch das Thema Segelflugbundesliga wieder in greifbare Nähe. Zu den einzelnen Erfolgen werden wir zu gegebener Zeit berichten.

 

Flieger fliegen richtig

Die Aktivitäten am Flugplatz Hangelar in Verbindung mit der Überwachung der Platzrunde sorgen mittlerweile bundesweit für Aufsehen. Die Aircraft Owner and Pilots Association (AOPA) hat bei der Regierungspräsidentin und der Bezirksregierung Düsseldorf Ihren Protest gegen die Regelungen und Verfahren am Flugplatz Hangelar zum Ausdruck gebracht und die Rechtsgrundlagen in Frage gestellt.

Die AOPA ist die weltweit aktive Interessenvertretung der Piloten und Flugzeughalter. Die Regierungspräsidentin Frau Lütkes hat der AOPA in Ihrem Antwortschreiben mitgeteilt, dass bei ca. 300 überprüften Flügen über 99% der Piloten die Platzrunde einhalten. Dies bestätigt die Beobachtungen und Aussagen der Fliegergemeinschaft Hangelar, dass die Platzrunde von an- und abfliegenden Flugzeugen eingehalten wird. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache wichtig, dass die Platzrunde nach den Änderungen der Vergangenheit eine komplexe Struktur hat.

Aus Sicht der Fliegergemeinschaft ist damit auch das in Hangelar eingesetzte Laserfernglas entbehrlich. Zum einen liefert dieses keine verlässlichen Daten, zum anderen belasten die Kosten der Messreichen die Wirtschaftlichkeit der Flugplatzgesellschaft.

 

Der Nikolaus kommt

Die Fliegergemeinscheinschaft Hangelar e.V. wird in diesem Jahr zum 46. Mal eine Nikolausfeier für die Kinder veranstalten, die in der Nähe des Flugplatzes zu Hause sind.

Die Nikolausfeier beginnt am Sonntag, den 16.12.2012 um 14:00 Uhr und findet wettergeschützt in einer geschmückten Flugzeughalle auf dem Flugplatz statt.

Der Nikolaus wird wieder mit dem Hubschrauber kommen, den Kindern Geschichten vorlesen und kleine Geschenke verteilen.

Parkplätze gibt es nur außerhalb des Flugplatzgeländes. Der Fußweg zur Flugzeughalle wird am Tower beginnend ausgeschildert. Wir bitten alle Gäste, diesen Weg nicht zu verlassen.

Um die Kosten gering zu halten, rufen wir auch dieses Mal zu Spenden auf. Spenden können im Fliegerheim "Tant' Tinchen" oder bei Vorstandsmitgliedern der Fliegergemeinschaft abgegeben werden.

Wir danken allen die helfen wollen und zum Gelingen der Nikolausfeier beitragen.

Plakat zum Download

 

 

Auf zum Mittelmeer

Zusammen mit seinem Partner Mario Jahn ist Günter Forneck unterwegs zum Mittelmeer. Im letzten Jahr sind beide mit einer Super-Dimona von Hangelar aus zum Nordkap geflogen. In diesem Jahr zieht es sie Richtung Süden. Wir wollen allen Interessierten Gelegenheit geben, ihre Reise zu verfolgen. Hier geht es zu ihrem Reisebericht:

Reisebericht

 

Motorfliegertreffen in Hangelar

Am 08. März 2012 erfolgte ein ausführliches Briefing der Hangelarer Piloten über die aktuellen Themen am Flugplatz Hangelar. Neben der geänderten Platzrunde standen die neue Anflugkarte der Fliegergemeinschaft, Informationen zur Überwachung der Platzrunde sowie zu den Aufgaben des kürzlich eingesetzten Rahmenplanungsbeirates der Stadt Sankt Augustin auf der Tagesordnung.

Nach der Änderung der Platzrunde im August 2011 hat die Fliegergemeinschaft Hangelar Ihre Karte grundlegend überarbeitet. Auf Grundlage einer eigens für diesen Zweck erstellten Fotovorlage wurde die geänderte Platzrundenführung und die wesentlichen Orientierungsmerkmale klarer hervorgehoben, die lärmempfindlichen Wohngebiete besser markiert und die weiteren Inhalte gestrafft. Die fotographischen Darstellung des Bodens erleichtert es den Piloten, die Navigationspunkte besser zu identifizieren und die Platzrunde exakter zu fliegen. Die Karte der Fliegergemeinschaft ist als Ergänzung zur amtlichen Anflugkarte gedacht. Sie ersetzt sie nicht.

Die Überwachung der Platzrunde wird nach Ansicht der Fliegergemeinschaft Hangelar zeigen, dass die Piloten am Flugplatz Hangelar die Platzrunde einhalten. Messungen der Bezirksregierung in der Vergangenheit lassen dieses Ergebnis auch für die Zukunft erwarten.

Die Fliegergemeinschaft begrüßt ausdrücklich die Initiative der Stadt Sankt Augustin, einen Rahmenplanungsbeirat zur Vorbreitung eines Bebauungsplans für den Flugplatz Hangelar einzusetzen. Ein Bebauungsplan schafft die Grundlagen für eine geordnete bauliche Weiterentwicklung am Flugplatz Hangelar durch z.B. die Ansiedlung von flugplatzaffinem Gewerbe. Die Fliegergemeinschaft Hangelar wird die Interessen der Piloten und Vereine im Rahmenplanungsbeirat und den damit verbundenen Werkstattverfahren wahrnehmen und vertreten.

 

 


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